Online Barcamp
Was braucht eine jugendgerechte Kulturelle Bildung in der (post-)digitalen Gesellschaft?
Gemeinsam mit der Bildungswissenschaftlerin und Pädagogin Nele Hirsch vom eBildungslabor.
Kostenfreie Veranstaltung für Fachkräfte und Interessierte der Kulturellen Jugendbildung aus Sachsen-Anhalt.
In einer Zeit, in der on- und offline für Jugendliche und junge Erwachsene wie selbstverständlich miteinander verbunden sind, halten wir es für wichtig, zu überlegen, wie Kunst und Kultur die Digitalisierung und die digitale Transformation unserer Gesellschaft aktiv mitgestalten, entwickeln und beeinflussen können.
Wir glauben: Um Jugendliche und junge Erwachsene in unserer postdigitalen Gesellschaft bei ihrer Persönlichkeitsbildung begleiten zu können, braucht es hybride Möglichkeitsräume, innovative Konzepte und erprobte Methoden. Angebote, die die jungen Menschen und ihre Erfahrungen, Interessen und Lebenswirklichkeiten niederschwellig miteinbeziehen und sowohl Potenziale als auch Risiken der postdigitalen Gesellschaft in den Blick nehmen.
Wir haben uns für eine Umsetzung des Barcamp-Prinzips in zwei Teilen entschieden:
- Der erste Termin ist ein 'richtiges' Barcamp mit mehreren Sessions-Slots über je 45 Minuten über einen halben Tag
- Der zweite Termin ist ein 'Mini-Barcamp' am Abend. Hier soll es vor allem darum gehen, aufgekommene Fragen zu klären, bestimmte Themen zu vertiefen und zu konkreten Verabredungen zu kommen. Dazu wird es sehr kurze Sessions mit rund 15 Minuten Dauer geben, um in einer Art 'Speeddating' mit möglichst vielen Menschen zum Abschluss ins Gespräch zu kommen.
Zielgruppe
Multiplikator*innen, Kulturpädagog*innen, Vereine, Verbände, kommunale Einrichtungen und andere Interessierte aus Sachsen-Anhalt
Wann & Wo
Das Barcamp findet online statt:
17. April, 10:00 – 15:00
23. April, 19:00 – 21:00
Kontakt Deine Ansprechpersonen:
Nadia Boltes & Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}
Laura Wagenbrett
Die «Servicestelle digitale kulturelle Bildung» ist ein Programm der .lkj) Sachsen-Anhalt und wird gefördert von Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
des Landes Sachsen-Anhalt.
Aktuelles aus dem Projekt
Statement der Kultur in Sachsen-Anhalt
Wir stehen im Schulterschluss mit allen, die diese Werte verteidigen. Mit der Unterzeichnung des Statements der Kultur in Sachsen-Anhalt werden Sie Teil unserer Bewegung und erhalten unser Logo sowie Zugang zu Treffen, Aktionen und Kundgebungen.
Heimat ist dort, wo Verschiedenheit gelebt und dem Anderen und Fremden mit Respekt begegnet wird. Heimat ist dort, wo Kulturen als gleichwertig anerkannt werden und wir uns auf Augenhöhe begegnen.
Kunst und Kultur verbinden Menschen. Ob Theater, Museum, Bibliothek, Musik- oder Kunstort, soziokulturelle Zentren oder freie Initiativen, wir schaffen Begegnungsräume und halten unsere Gesellschaft offen, vielfältig und lebenswert.
Rechtspopulistische Kräfte greifen die Freiheit der Kunst gezielt an, schüren Verunsicherung und arbeiten an einer rückwärtsgewandten Kultur der Ab- und Ausgrenzung. Demokratische Werte werden infrage gestellt, kulturelle Arbeit delegitimiert und Einfluss auf Inhalte und Programme genommen.
Diese Versuche, Debatten zu verengen, Menschen auszugrenzen und Kunst zu kontrollieren, widersprechen unserem Selbstverständnis. Kultur ist ein Raum demokratischer Auseinandersetzung.
Die Freiheit der Kunst und Wissenschaft ist nicht verhandelbar. Sie schützt Widerspruch, macht unterschiedliche Perspektiven sichtbar und ermöglicht es, Macht zu hinterfragen. Wo Freiheit eingeschränkt
wird, gerät auch die Demokratie in Gefahr.
Wir verteidigen die Kunstfreiheit gegen politische Instrumentalisierung und gegen jede Form der Vereinnahmung. Unsere Häuser sind öffentliche Räume – geprägt von Vielfalt, Differenz und dem Anspruch, gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitzugestalten.
Wir stehen für Offenheit, Respekt und die Würde jedes Menschen. Wir wenden uns gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und demokratiefeindliche Ideologien.
Als Teil der Zivilgesellschaft suchen wir den Schulterschluss mit allen, die diese Werte teilen – in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus, solidarisch mit allen, die für die Freiheit der Kunst viel riskieren.
Als Kulturakteurinnen und Kulturakteure sind wir nicht neutral gegenüber politischem Extremismus – denn das würde bedeuten, neutral zu sein, gegenüber der Verletzung zentraler Prinzipien unseres Grundgesetzes.
Kunstfreiheit ist Grundlage unserer Arbeit – und Maßstab unserer Haltung. Wir stehen für sie ein. Gemeinsam.
Denn Heimat ist dort, wo Vielfalt gelebt und Kunstfreiheit verteidigt wird.
NEWKID e. V. im Interview
Mit dem NEWKID e. V. begrüßen wir ein neues Mitglied in unserem Verband. Der Verein aus Dessau-Roßlau setzt sich dafür ein, jungen Menschen Räume für Kultur, Begegnung und Mitgestaltung zu schaffen – offen, generationenübergreifend und mit viel Eigeninitiative.
NEWKID steht für „Noch Ein Weiterer Klub In Dessau“ – ein Name, der augenzwinkernd auf die Realität verweist: Es gibt eben nicht viele Orte für junge Menschen, an denen Kultur, Austausch und kreative Entfaltung selbstverständlich möglich sind. Genau hier setzt der Verein an.
Mit Veranstaltungen, Workshops, kulturellen Formaten und neuen Ideen schafft NEWKID Freiräume für junge Menschen und Junggebliebene – von DJing über Graffiti bis Breakdance, von Tanzreihen bis hin zu langfristigen Projekten im Bereich kulturelle Bildung, Jugendarbeit und Stadtentwicklung.
Im Interview stellt sich das Team vor und gibt Einblicke in Motivation, Arbeitsweise und aktuelle Themen.
»Wir wollen Räume schaffen, die sonst fehlen – gerade für junge Menschen«
Im Rahmen der 1. Bundesfreiwilligenkonferenz (BFK) vom 9. bis 12. April 2026 in Schöneberg (Rheinland-Pfalz) haben Freiwilligendienstleistende des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) und des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) erstmals gemeinsam ein Positionspapier erarbeitet.
Dieses Papier, am 11. April 2026 beschlossen, markiert den Startpunkt für eine gemeinsame Vertretung der Freiwilligendienst-Leistenden in Deutschland. Die BFK versteht sich als Plattform, um die Anliegen aller Freiwilligen sichtbar zu machen, zu bündeln und an Entscheidungstragende heranzutragen – für ein öffentlichkeitswirksames und gemeinsames Auftreten.
Mehr als nur Theorie - Projektschmiede, Maßgeschneiderte...
Vom 24. bis 26. April 2026 fand im Forum Gestaltung in Magdeburg die Projektschmiede – Maßgeschneiderte Qualifizierung für Träger*innen statt. Drei Tage lang arbeiteten die Teilnehmenden intensiv an ihren Projektideen, an Anträgen und an Finanzierungsplänen. Nach 2025 wurde die Projektschmiede in diesem Jahr zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e. V. in Magdeburg durchgeführt.
Die Projektschmiede ist ein Angebot im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“ (BGZ) des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Sie unterstützt Träger, die sich vor Ort für das Gemeinwohl engagieren, dabei, innovative Projektideen zu entwickeln und in tragfähige Anträge zu übersetzen. Genau daran knüpft auch das Magdeburger Format an: Es begleitet Organisationen dabei, ihre Vorhaben inhaltlich zu schärfen, Förderlogiken besser zu verstehen und die nächsten Schritte Richtung Antragstellung zu gehen.
Besonders erfreulich war die bundesweite Zusammensetzung der Teilnehmenden. Die insgesamt 19 teilnehmenden Personen kamen von Organisationen und Initiativen aus Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Berlin und Sachsen vertreten. Dazu gehörten unter anderem Ansole e. V., die Volkshochschule Murnau e. V., der Offene Kanal Magdeburg e. V., Radio Corax e. V., der Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt, die Berlin Governance Platform gGmbH, der Ev. Kirchenkreis Erfurt und die AWO Unterbezirk Ennepe-Ruhr.
Die Arbeitsatmosphäre wurde von allen Beteiligten als konzentriert, offen und sehr unterstützend erlebt. Im gemeinsamen Arbeiten, im Austausch in Kleingruppen und in den Pausen entstand ein produktiver Rahmen, in dem Fragen gestellt, Ideen geschärft und nächste Schritte konkret geplant werden konnten. Gerade diese Verbindung aus fachlicher Tiefe, kollegialer Beratung und Vernetzung macht die Projektschmiede zu einem wichtigen Baustein im BGZ-Förderzusammenhang.
Ein besonderer Dank gilt den Trainer*innen Christian van den Kerckhoff, Elvin Ruić vom BIM e. V. und Edmar Figueira Leão vom Internationalen Bund/Frankfurt Main für ihre fachliche Begleitung und den Teilnehmenden für ihr großes Engagement.
Wir freuen uns über die gelungene Projektschmiede 2026 und auf viele der Projekte, die daraus weiter wachsen.
Vorbereitungstreffen der Magdeburger Interkulturellen Wochen 2026
Nach der Begrüßung durch das Orga-Team bot eine Vorstellungsrunde Raum zum Kennenlernen, zum Wiedersehen engagierter Akteur*innen aus den Vorjahren und zum Teilen bereits gemachter Kooperationserfahrungen. Im Anschluss wurden die Interkulturellen Wochen 2025 gemeinsam ausgewertet und der Rahmen für die IKW 2026 vorgestellt – inklusive Zeitrahmen, Förder- und Meldemodalitäten sowie erster Infos zum bundesweiten Motto „dafür!“.!
Gegen Ende des Treffens entwickelte sich ein besonders reger Austausch: In offener Atmosphäre sammelten die Beteiligten Themenideen, loteten neue Kooperationen aus und verabredeten sich für weitere gemeinsame Schritte in Richtung IKW 2026. Die Stimmung war durchgehend sehr positiv – ein gelungener gemeinsamer Start in die nächsten Magdeburger Interkulturellen Wochen.
Junge, kreative Köpfe gesucht: Noch bis 1....
Von animierten Abenteuern bis Zettelpoesie: Bereits zum 29. Mal zeichnen die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt Beiträge aus, die die Perspektiven junger Menschen auf kreative Weise sichtbar und hörbar machen. Unter dem Motto »Mach doch!« können Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre ihre Werke noch bis zum 1. April 2026 beim Kinder- und Jugend-Kultur-Preis einreichen.
Ob laut oder leise, bunt oder minimalistisch, wild oder tiefgründig: Der Wettbewerb, der in Kooperation mit der .lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V. ausgerichtet wird, möchte jungen, kreativen Menschen eine Bühne geben – für ihre Werke, ihre Gedanken, ihre Fragen und Visionen. Mitmachen können alle, die gute Ideen haben, etwas zu sagen haben oder verändern möchten. Eingereicht werden können eigene Songs, Tanz- oder Theaterstücke, Filme, Fotos, Podcasts, Kunstwerke oder literarische Texte. Auch Aktionen im urbanen Raum oder Stadtteilprojekte sind willkommen. Erwachsene dürfen unterstützen – der Impuls und der kreative Part sollten jedoch von den Teilnehmer*innen ausgehen.
Zu gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von 6.500 Euro. Neben der fünfköpfigen Fachjury – bestehend aus Vertreter*innen verschiedener Kultursparten – entscheidet auch eine Kinder- und Jugendjury, wer eine der elf Auszeichnungen erhält. Die Preisverleihung findet am 26. Juni 2026 im Bauhausgebäude in Dessau statt.
Die wichtigsten Infos auf einen Blick:
- Teilnehmen dürfen Kinder und Jugendliche aus Sachsen-Anhalt bis 21 Jahre.
- Alle Kultursparten sind erlaubt. Die Werke sollten nicht älter als ein Jahr sein.
- Preise im Gesamtwert von 6.500 Euro
- Einsendeschluss: 1. April 2026
Infos und Anmeldung: www.kjkp.lkj-lsa.de
förderBar | online / LOKAL – Programm...
Kunstitut im Interview
Mit dem KUNSTITUT begrüßen wir ein neues Mitglied in unserem Verband der kulturellen Kinder- und Jugendbildung in Sachsen-Anhalt.
Das Projekt aus dem Altmarkkreis Salzwedel setzt sich dafür ein, jungen Menschen neue Räume für künstlerische Praxis, Kulturelle Bildung und Mitgestaltung zu eröffnen – besonders im ländlichen Raum. Als Jugendkunstschule mit dezentralem Ansatz verbindet das KUNSTITUT kreative Prozesse mit Beteiligung und regionaler Vernetzung. Seit seiner Gründung im Herbst 2025 arbeitet das Team daran, gemeinsam mit Künstler*innen, Bildungseinrichtungen und lokalen Partner*innen nachhaltige Kultur- und Lernorte für junge Menschen in der Altmark aufzubauen.
Im Interview stellt sich das Team vor und gibt Einblicke in seine Motivation, Arbeitsweise und aktuellen Themen.
»Mit dem KUNSTITUT entstehen im Altmarkkreis Salzwedel neue, langfristig angelegte Bildungs- und Kulturorte für junge Menschen.«
Wer seid ihr?
Ein Institut für Kunst? Die Kunst, die tut? Wir sind das KUNSTITUT. Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie ambitioniert: Mit dem KUNSTITUT entstehen im Altmarkkreis Salzwedel neue, langfristig angelegte Bildungs- und Kulturorte für junge Menschen. Als Jugendkunstschule mit dezentralem Ansatz verbindet das Projekt künstlerische Praxis, kulturelle Bildung und demokratische Beteiligung – und reagiert damit auf zentrale Herausforderungen hier im ländlichen Raum in der Altmark. Im Herbst 2025 wurde das KUNSTITUT feierlich gegründet und befindet sich nun offiziell mitten in der Umsetzungsphase des vom Bund geförderten Aller.Land-Programms.
Im Kunsthaus Salzwedel befindet sich unser Projektbüro vom KUNSTITUT.
Hier, bei Marion, Jacob und Anne laufen alle Fäden zusammen. Zu dritt sind sie die zentrale Schnitt- und Anlaufstelle für alles Organisatorische und noch vieles mehr. Egal ob Texte, Termine oder tolle Ideen – wir koordinieren, unterstützen und sorgen dafür, dass im KUNSTITUT bestenfalls alles reibungslos funktioniert und die kreativen Projekte erfolgreich mit regionalen Künstler*innen umgesetzt werden können.
Was bewegt euch gerade?
Uns bewegt im Moment vor allem die starke Dynamik, mit der unser Projekt gestartet ist. Wir konnten ein engagiertes Projektteam zusammenstellen und mit einer gelungenen Öffentlichkeitsarbeit einen wirksamen Auftakt setzen. Unsere Homepage ist online, die Mit-Mach-Ausstellung ist auf große Resonanz gestoßen, und wir haben Bedarfe sowie bestehende Netzwerke gut erfassen und kartieren können.
Wir spüren viel Rückenwind: Aufmerksamkeit, positive Rückmeldungen und zahlreiche Projektanfragen zeigen uns, dass unser Ansatz auf Interesse stößt – sowohl bei jungen Menschen als auch bei Netzwerkpartner*innen. Diese hohe Projektdynamik motiviert uns und bestärkt uns in unseren ambitionierten Zielen.
Gleichzeitig bewegt uns das Bedürfnis, bewusst innezuhalten. Wir wollen unsere Strukturen weiter schärfen, tragfähige organisatorische Grundlagen aufbauen und eine klare strategische Ausrichtung entwickeln. Eine zentrale Frage ist dabei: Wie flechten wir uns als KUNSTITUT sinnvoll und nachhaltig in die bestehende Bildungslandschaft ein – in das Gefüge aus Schulen, Jugendhilfe, Kulturinstitutionen, Sozialträgern und Verwaltung? Und wie können wir unser innovatives künstlerisches Potenzial so einbringen, dass echte Mehrwerte entstehen – ergänzend, vernetzend und Impulse setzend?
Gerade dieses Spannungsfeld zwischen Aufbruch und Strukturaufbau, zwischen künstlerischer Freiheit und strategischer Verankerung, beschäftigt uns derzeit besonders.
Was treibt euch in eurer Arbeit an?
Das Kind in uns. Die Beobachtungen. Der Transformationsdruck. Gesellschaftliche Umbrüche. Der Wunsch, dass junge Menschen Zugang zur Kreativität bekommen und behalten. Und sie kraftvoll für ihr eigenes Leben nutzen.
Was bringt euch zum Lachen?
Vieles! Bei uns wird oft gelacht. Wir nehmen uns selbst nicht zu ernst.
Das Jahr 2025 war für uns ein Jahr des bewussten Hinschauens, der offenen Gespräche und des gemeinsamen Wachsens. In unserem Jahresbericht lassen wir die wichtigsten Entwicklungen, Erfolge und Momente Revue passieren: Besonders freuen wir uns über sieben neue Mitglieder, die unsere Gemeinschaft bereichern und das Spektrum kultureller Kinder- und Jugendbildung in Sachsen-Anhalt sichtbar erweitern. Die Erhöhung der institutionellen Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt war ein deutliches Bekenntnis zur Bedeutung der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung. Weiterhin konnten wir unsere Kompetenzen im Bereich der mentalen Gesundheit junger Menschen ausbauen und hierauf einen neuen Schwerpunkt unserer Arbeit legen. Wir blicken dankbar auf ein Jahr zurück, das Spuren des Bewusstseins, der Verbundenheit und der Zuversicht hinterlassen hat – so zeigte das bundesweite Vernetzungstreffen der »Houses of Resources«, das im September bei uns in Magdeburg stattfand, eindrucksvoll, wie Zusammenarbeit und Austausch Empowerment sichtbar machen. Welche Themen uns im Jahr 2025 noch bewegt haben, könnt ihr ab sofort in unserem Jahresbericht nachlesen.
Soundcheck digital – Kreativ werden mit Musik...
Digitale Musikvermittlung kann dort ansetzen, wo Worte fehlen, Hemmschwellen hoch sind oder klassische Methoden nicht greifen. Beim heutigen Workshop kamen rund 30 Teilnehmende aus Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und weiteren Regionen zusammen, um genau diese Potenziale gemeinsam zu erkunden.
Schon zu Beginn wurde deutlich: Musik muss nicht perfekt sein, um zu wirken. Mit einfachen digitalen Tools entstanden Klänge, kleine Melodien und erste Beats — oft spontan, manchmal überraschend, immer im eigenen Tempo. Das gemeinsame Ausprobieren öffnete einen Raum, in dem Neugier wichtiger war als Vorerfahrung.
Digitale Anwendungen wie Blob Opera, Chrome Music Lab und BandLab zeigten, wie schnell kreative Prozesse entstehen können. Ein Ziehen mit der Maus, ein Klick im Raster, ein Loop an der richtigen Stelle — und plötzlich war Musik da. Nicht als Produkt, sondern als Erlebnis, das zum Weiterdenken einlud.
Der Workshop bot zudem Raum für Austausch und kollegiale Gespräche. Teilnehmende hatten die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen, Fragen zu stellen und sich über unterschiedliche Perspektiven und Praxisfelder hinweg zu vernetzen.
Digitale Musikvermittlung erwies sich dabei als verbindendes Element: Sie ermöglicht gemeinsames Arbeiten, auch ohne musikalische Ausbildung, schafft Gesprächsanlässe und eröffnet kreative Zugänge, die Nähe, Beteiligung und Mitgestaltung fördern.
Organisiert wurde die Veranstaltung in Kooperation von der .lkj) Sachsen-Anhalt und jugend@bw.
Schutz statt Verbote: Positionspapier zur kulturellen Medienbildung
Das neue Positionspapier Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) widmet sich dem Thema digitale Teilhabe. Unter dem Titel »Digitale Teilhabe sichern. Kulturelle Medienbildung für und mit jungen Menschen gestalten« will das Papier den Diskurs über Digitalität als gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe befördern. Es betont das Potenzial digitaler Räume als Lernressource sowie Kultur-, Gestaltungs- und Teilhaberaum und zeigt auf, wie kulturelle Medienbildung sowohl für die Praxis als auch für die Politik gewinnbringend gestaltet werden kann. Auch die .lkj) Sachsen-Anhalt brachte ihre Expertise in das Papier ein: Nadia Boltes, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin der »Servicestelle für digitale Kulturelle Bildung«, war an der Ausarbeitung beteiligt. Das Positionspapier wird von 55 bundes- und landesweiten Mitgliedsorganisationen des Dachverbandes unterstützt.
Foto: Andi Weiland
8. Netzwerktagung Medienkompetenz Sachsen-Anhalt!
Die Veranstaltung fand im Capitol Halle (Saale) statt, einem ehemaligen Kino aus den 1920er Jahren, das heute als Veranstaltungsort genutzt wird. Nach einer kurzen Begrüßung eröffnete Dr. Oliver Nahm vom Bundesinstitut für Berufsbildung den Tag mit einem inspirierenden Impulsvortrag über Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz. Die Themen reichten von praktischen Alltagsfragen bis hin zu globalen Entwicklungen. Mit einer unterhaltsamen Mischung aus Memes, apokalyptischen Szenarien und Zukunftsvisionen gelang es, einen umfassenden Überblick über aktuelle Trends zu geben und die Teilnehmenden auf den weiteren Verlauf einzustimmen. Der begeisterte Applaus im Anschluss sprach für sich!
Im Anschluss diskutierten Vertreter*innen verschiedener Ministerien sowie weitere Partner*innen in einer Podiumsdiskussion darüber, inwiefern Medienbildung eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe ist und wie Kooperationen verbessert werden können. Ein eher trockenes Thema, aber dennoch sehr aufschlussreich.Nach der Mittagspause im Foyer folgte der praktische Teil. Im Workshop „Medien.Bildung.Kooperativ reloaded“ wurden die Teilnehmenden unter Anleitung eines KI-Chatbots durch mehrere Stationen in Kleingruppen geführt. Dazu gehörten das Drehen eines Stop-Motion-Erklärvideos, die Nutzung von KI per Megaprompt für komplexe Aufgaben sowie das digitale Design und Bedrucken einer Tasche.
Ein herzliches Dankeschön an alle Referent*innen, Workshop-Leitenden und Teilnehmenden für die inspirierenden Begegnungen!
Text: Jonas Blau
Kinder- und Jugend-Kultur-Preis Sachsen-Anhalt startet in eine...
Unter dem Motto »Mach doch!« sucht das Land Sachsen-Anhalt bereits zum 29. Mal kreative Köpfe und junge Talente, die ihre Werke beim Kinder- und Jugend-Kultur-Preis einreichen möchten. Ganz gleich, ob es um Geschichten, Musik, Theater, Film, Tanz, Malerei oder etwas völlig Neues geht – alles ist erlaubt. Hauptsache, es spiegelt die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen wider. Einsendeschluss ist am 1. April 2026.
Mal laut, mal leise, aber immer mutig, echt und einzigartig: Genau das zeichnet die Werke aus, die beim Kinder- und Jugend-Kultur-Preis Sachsen-Anhalt gezeigt werden. Seit 29 Jahren prämieren die Staatskanzlei und das Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt kreative Beiträge, in denen Kinder und Jugendliche gesellschaftliche Themen ausdrucksstark aufgreifen, ihre Perspektiven hör‑ und sichtbar machen sowie Kultur in allen Formen neu denken und erlebbar machen. Auch in diesem Jahr wird der Wettbewerb in Kooperation mit der .lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt ausgerichtet.
»Mit dem Kinder- und Jugend-Kultur-Preis möchten wir junge Menschen ermutigen, eigene Wege zu finden, Fragen zu stellen und die Welt mit Fantasie zu gestalten. Kultur lebt vom Mut, Neues auszuprobieren. Mit dem diesjährigen Motto ›Mach doch!‹ laden wir Kinder und Jugendliche in Sachsen-Anhalt dazu ein, ihre Ideen kreativ umzusetzen«, sagt Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra, der auch in diesem Jahr als Schirmherr fungieren wird.
»Kultur macht stark« - DreiRat in Blankenburg...
Der erste Schnee begleitete uns, als wir uns am frühen Morgen auf den Weg nach Blankenburg machten. Auf Einladung des Initiative e. V. kamen wir im Rathaus zusammen, um gemeinsam mit zahlreichen Engagierten aus der Region über das Bundesförderprogramm »Kultur macht stark« zu informieren und uns zu vernetzen.
Begrüßt wurden die 22 Teilnehmenden vom Bürgermeister der Stadt Blankenburg Norman Wegner. Die Vertreter*innen aus Kommune, Schulen, Horten, Jugendclubs, Kitas sowie Kultur- und Heimatvereinen nutzten an diesem Tag die Gelegenheit, mehr über die Fördermöglichkeiten, die Arbeit der Fördermittelberatung der .lkj) Sachsen-Anhalt und das Projekt Resonanzboden // House of Resources zu erfahren.
Ein herzliches Dankeschön geht an Anna Fulton-Schwindack vom Dachverein Reichenstraße e. V. in Quedlinburg, die eindrucksvoll zeigte, was in theaterpädagogischen Projekten vor Ort möglich ist – echtes Engagement mit Herz!
Die Begeisterung, mit der Partner*innen vor Ort kulturelle Bildung im ländlichen Raum gestalten, ist einfach ansteckend. Danke an alle, die dabei waren – und besonders an Mirjam Dahl Pedersen für die Einladung nach Blankenburg!
Open Brush: Virtuelle Realität als ästhetischer Erfahrungsraum
Ein Pinselstrich, der sich durch die Luft zieht, ein Kreis aus Licht, der den eigenen Körper umschließt – und plötzlich steht man mitten im Bild. Wer Open Brush nutzt, malt nicht auf einer Fläche, sondern im Raum. Das wirkt zunächst wie ein Spiel, entpuppt sich aber als intensiver künstlerischer Prozess: Sehen, Fühlen und Gestalten verschmelzen zu einer unmittelbaren Erfahrung.
Die neue Methode Räume erobern mit Open Brush der Servicestelle für digitale Kulturelle Bildung lädt dazu ein, utopisch zu denken und Visionen für kinder- und jugendgerechte Orte zu entwerfen. Beim Fachtag „Vernetzen, Verändern, Gestalten – Kulturelle Bildung trifft Soziale Arbeit“ der Franckeschen Stiftungen in Halle wurde die Methode mit Fachkräften praktisch erprobt. Ziel war es, digitale Werkzeuge als Mittel ästhetischer Bildung zu untersuchen – jenseits von Effekten oder Technikfaszination. Open Brush ist eine frei verfügbare Open-Source-Anwendung, die auf Googles Tilt Brush aufbaut. Mit VR-Brille und Controllern lassen sich Linien, Flächen und Lichtspuren dreidimensional in den Raum zeichnen.
Die ersten Minuten gehörten dem Staunen. Danach begann die eigentliche Arbeit: Wie wollen wir Räume gestalten, in denen wir uns bewegen – physisch, sozial, symbolisch? Was bedeutet es, Raum zu teilen, ihn mit anderen auszuhandeln? Wie würde ein Ort aussehen, an dem du dich entspannen, kreativ entfalten, lernen, bewegen oder einfach mit anderen zusammen sein kannst?
Die Methode setzt bewusst auf Aufgaben, die Haltung erfordern: einen Raum der Geborgenheit entwerfen, einen Wohlfühlort gestalten, eine Stimmung begehbar machen. In diesen Momenten entsteht der Übergang vom digitalen Experiment zum künstlerischen Denken. Open Brush erweitert ästhetische Praxis, weil es Raum als gestaltbares Medium begreifbar macht. Perspektive ist kein abstrakter Begriff, sondern eine körperliche Erfahrung. Wer zeichnet, bewegt sich – und erfährt unmittelbar, dass Wahrnehmung vom Standpunkt abhängt. Damit öffnet sich ein Zugang zu Themen, die in der kulturellen Bildungsarbeit zentral sind: Teilhabe, Ausdruck, Selbstwahrnehmung.
Gerade in der Verbindung von kultureller Bildung und sozialer Arbeit eröffnet das Potenziale. Gerade für junge Menschen, die selten Einfluss auf ihre Umgebung nehmen können, entsteht so ein niedrigschwelliger Zugang zu Mitgestaltung und Ausdruck. Teilnehmende können hier eigene Räume erschaffen – sichtbar und begehbar. Der digitale Raum wird so zum Resonanzraum, in dem Wahrnehmung geschärft und Gestaltung bewusster wird.
Trotz der Begeisterung beim Fachtag blieb Skepsis erlaubt – und notwendig. Die Methode erfordert Technik und Betreuung und eignet sich nicht für jede Gruppe. Manche reagieren empfindlich auf Sinnesreize. Nicht jede Einrichtung kann sich die Anschaffung finanziell leisten. Vielerorts können VR-Brillen jedoch ausgeliehen werden, etwa über Medienzentren oder Bildungsträger.
Unterstützung bietet die Servicestelle für digitale Kulturelle Bildung der .lkj) Sachsen-Anhalt, ein vom Land Sachsen-Anhalt gefördertes Programm. Auf ihrer Methodenseite stellt der Dachverband diese und weitere erprobte Methoden als ausführliche, kostenfrei zugängliche Anleitungen mit Materialien und Praxisbeispielen bereit.
















