Fachtag: »ENTDECKER:WERK – Kinder entdecken Zukunft und Technik«
Wie können Künstliche Intelligenz, Virtual Reality oder Robotik kreativ und altersgerecht in der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung eingesetzt werden? Dieser Frage widmet sich der praxisnahe Fachtag »ENTDECKER:WERK – Kinder entdecken Zukunft und Technik« am 17. November 2026 im Forum Gestaltung in Magdeburg. Die .lkj) Sachsen-Anhalt lädt pädagogische Fachkräfte und Interessierte aus der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung ein, erprobte Methoden und digitale Tools kennenzulernen, selbst auszuprobieren und gemeinsam über deren Einsatz in der pädagogischen Praxis ins Gespräch zu kommen.
Im Mittelpunkt des Fachtags steht die Frage, welche Möglichkeiten digitale Technologien für kreative Bildungsprozesse eröffnen und wie sie altersgerecht vermittelt werden können. In den praxisorientierten Formaten erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Methoden der digitalen Kulturellen Bildung und Anregungen für die eigene pädagogische Arbeit. Dabei bleibt es nicht bei der Theorie: Die Teilnehmenden können verschiedene digitale Tools vor Ort selbst ausprobieren und deren Einsatzmöglichkeiten gemeinsam reflektieren.
Vom Ferienprojekt in die pädagogische Praxis
Die Grundlage des Fachtags bilden Erfahrungen aus dem Sommerferienangebot »ENTDECKER:WERK – Kinder entdecken Zukunft und Technik«. Zwei Wochen lang gingen 60 Grundschulkinder in sieben Werkstätten spielerisch und kreativ der Frage nach, wie die Welt von morgen aussehen könnte: Unterrichten Kinder irgendwann Roboter? Können Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen miteinander kommunizieren? Und welche Technologien werden in Zukunft eine Rolle spielen?
Mit Theater, Kunst, Hörspielgeschichten und virtuellen Klangwelten entwickelten die Kinder eigene Zukunftsideen und erprobten dabei unterschiedliche digitale Technologien. Ob Künstliche Intelligenz, Virtual Reality oder Robotik: Die Technologien dienten nicht nur als Werkzeuge, sondern wurden zu kreativen Medien. Mit ihnen konnten die Kinder experimentieren, gestalten und ihre Vorstellungen von Zukunft sichtbar und hörbar machen.
Beim Fachtag werden diese Erfahrungen aus der Arbeit mit den Kindern aufgegriffen und für die pädagogische Praxis weitergedacht. Wie lassen sich die erprobten Ansätze auf andere Kontexte der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung übertragen? Welche digitalen Tools eignen sich für unterschiedliche Altersgruppen und Formate?
Neben der praktischen Erprobung bietet der Fachtag Raum für fachlichen Austausch und Vernetzung. Die Teilnehmenden können Erfahrungen aus der eigenen Arbeit einbringen, gemeinsam über Chancen und Herausforderungen digitaler Kultureller Bildung diskutieren und neue Kontakte knüpfen.
Veranstaltungsdetails:
Wann: 17. November 2026, 9:30 bis 16:30 Uhr
Wo: Forum Gestaltung, Brandenburger Straße 9, 39104 Magdeburg
Teilnahme: kostenfrei
Anmeldeschluss: 30. Oktober 2026
Das Programm im Überblick
Stand: 25. September 2026 (Änderungen vorbehalten)
Uhrzeit | Programmpunkt |
|---|---|
09:30 bis 10:00 Uhr | Ankommen und Anmeldung |
10:00 bis 10:30 Uhr | Begrüßung, Grußwort, Podiumsdiskussion mit Einblicken ins Projekt |
10:30 bis 10:45 Uhr | Pause |
10:45 bis 12:45 Uhr | Workshops Part I: »DAS ORAKEL SPRICHT« • »KLANGLABOR 2050« • »STADT.CHAMÄLEON« • »DEEP DIVE: KANN KI KUNST?« |
12:45 bis 13:30 Uhr | Mittagspause: Mittagessen • Projektausstellung • Fördermittelberatung • Mitmachaktionen
|
13:30 bis 15:30 Uhr | Workshops Part II: »DAS ORAKEL SPRICHT« • »KLANGLABOR 2050« • »STADT.CHAMÄLEON« • »DEEP DIVE: KANN KI KUNST?« |
15:30 bis 15:45 Uhr | Pause |
15:45 bis 16:15 Uhr | Gemeinsamer Abschluss |
Workshopangebot
»KLANGLABOR 2050«
Mit: Marius Stieler, Musikpädagoge
Im »KLANGLABOR 2050« erkunden die Kinder nicht nur, wie die Zukunft aussehen könnte, sondern auch, wie die Welt von morgen klingt. Mithilfe von VR-Brillen tauchen sie in eine immersive Virtual-Reality-Umgebung ein. Ihre Zukunftsvisionen verwandeln sie in spannende Klanglandschaften und Musikstücke, die gemeinsam erlebt und gestaltet werden können.
In diesem Workshop erfahren pädagogische Fachkräfte, wie Kinder ihre eigenen Zukunftsvisionen mithilfe der Virtual-Reality-Anwendung Virtuoso in Klänge und musikalische Atmosphären übertragen können. Die Anwendung ermöglicht einen spielerischen und niedrigschwelligen Zugang zum musikalischen Gestalten. Die Nutzer*innen bewegen sich in einem virtuellen Musikraum und erzeugen Klänge über verschiedene virtuelle Instrumente und Interfaces. Musik, Bewegung und Raum sind dabei eng miteinander verbunden. Klassische Instrumentenkenntnisse oder musikalische Vorerfahrungen sind nicht erforderlich.
»STADT.CHAMÄLEON – ICH BIN ETWAS, DAS DU NICHT SIEHST«
Mit: Christopher Utpadel, edugrapes
In der Werkstatt »STADT.CHAMÄLEON – ICH BIN ETWAS, DAS DU NICHT SIEHST« entwickeln die Kinder eigene Figuren und Fantasiewelten. Sie erkunden Räume und überlegen, wie es wäre, unsichtbar zu sein oder sich in etwas zu verwandeln, das noch niemand je gesehen hat: ein Wesen aus der Zukunft oder eine Figur, die leuchtet, flimmert und verschwindet. Mit Kamera, KI und ihren Ideen davon, wer oder was sie sein könnten, erschaffen sie Bilder, die wie aus einer anderen Welt wirken – einer Welt, die die Kinder selbst erschaffen.
Das Format verbindet Performance, Inszenierung und digitale Gestaltung zu einem niedrigschwelligen, erfahrungsbasierten Zugang zu Zukunft und Technik und lädt zum spielerischen Experimentieren mit Identität, Verwandlung und Vorstellungskraft ein. Mit Mitteln der KI-gestützten Bildbearbeitung lernen die Teilnehmer*innen, selbst erzeugte Fotos und Videos zu verwandeln: Oberfächen verändern sich, Körper verschmelzen mit ihrer Umgebung, Fantasien werden sichtbar.
»DAS ORAKEL SPRICHT«
Mit: Christin Deringer und Tim Nowitzki, Amt für Wunschentwicklung
Ob Alltag, Medien oder Schule: Kinder wachsen in Zukunftsbilder hinein, die andere für sie entworfen haben. Doch was wäre, wenn sie ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen? In der Hörspielwerkstatt »DAS ORAKEL SPRICHT« begeben sie sich auf die Suche nach eigenen Antworten. An ihrer Seite: das »Orakel«, eine Künstliche Intelligenz, die sie zu ihrer Zukunft befragen und zugleich als kreative Stimme nutzen können. Doch auch das »Orakel« ist keine allwissende Instanz: Es irrt sich, es verallgemeinert und es besitzt ebenso blinde Flecken wie der Mensch selbst. Genau das wird in der Hörspielerzählung zum Thema.
In diesem Workshop vermitteln Christin Deringer und Tim Nowitzki vom Amt für Wunschentwicklung, wie pädagogische Fachkräfte Kinder dabei begleiten können, eigene Zukunftsbilder zu entwickeln und Künstliche Intelligenz nutzen können, um ihre Visionen kreativ in einer Hörspielerzählung umzusetzen.
»DEEP DIVE: KANN KI KUNST?«
Mit: Dr. Ingo Siegert, Institut für Künstliche Intelligenz und Bühne
Wenn Maschinen Bilder erzeugen, Texte schreiben und Musik komponieren – was macht dann eigentlich noch Kunst aus? In diesem Deep Dive nehmen wir das Verhältnis von Künstlicher Intelligenz und Kunst genauer unter die Lupe. Zwischen generativer Technologie, künstlerischer Praxis und der Frage nach Autor*innenschaft erkunden wir, was entsteht, wenn Menschen und Maschinen gemeinsam kreativ werden, und wie verändert sich unsere Vorstellung davon, was Kunst sein kann?
Projektzeitraum: 1. Januar bis 31. Dezember 2026
Das Projekt »ENTDECKER:WERK – Kinder entdecken Zukunft und Technik« wird gefördert durch das Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, die Heidehof Stiftung und die Landeshauptstadt Magdeburg (MINT-Förderrichtlinie) sowie in Kooperation mit dem Institut für Künstliche Intelligenz und Bühne umgesetzt.
Zielgruppe
Pädagogische Fachkräfte, die kreativ und digital mit Kindern im Grundschulalter arbeiten (möchten)
Standort
Forum Gestaltung
Brandenburger Straße 9
39104 Magdeburg
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