Methodenentwicklung:

Baue dir einen elektronischen Zwitschervogel

Die Servicestelle für digitale kulturelle Bildung der .lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V. hat eine neue Methode entwickelt, die ab sofort für Multiplikator*innen frei zugänglich ist. Die Methode mit dem Titel Motörbörd -Baue dir einen elektronischen Zwitschervogel wurde kürzlich in der Methodendatenbank veröffentlicht.

© Katharina Remiorz
© Katharina Remiorz
© Katharina Remiorz

Der Motörbörd ist ein Bausatz, der sich mithilfe eines Motors als Dynamo selbst mit Energie versorgt. Mit nur wenigen Bauteilen kann der Bausatz schnell zusammengelötet werden und anschließend nach eigenen Vorstellungen bemalt und gestaltet werden. Die elektronische Schaltung des Motörbörds besteht aus wenigen Bauteilen, und durch das Drehen des Motors werden realistisch klingende Vogelstimmen erzeugt.

Die Methode ermöglicht einen einfachen Einstieg in die Welt der elektronischen Bauteile und vermittelt grundlegende Kenntnisse darüber, wie der Motörbörd funktioniert. Dabei wird deutlich, dass auch komplexe elektronische Geräte nur aus einer Handvoll unterschiedlicher Bauteile bestehen. Die Methode behandelt Themen wie Energieerzeugung, Klangübertragung und Klangerzeugung.

Im praktischen Teil der Methode erhält man alle benötigten Materialien, um einen eigenen Motörbörd zu bauen. Dabei lernt man auch die Grundlagen des Lötens. Die Schaltung wird Schritt für Schritt aufgebaut, wobei der Bausatz entweder direkt verlötet oder mit Hilfe einer Leiterplatte verbunden werden kann. Nachdem der Motörbörd fertig aufgebaut ist, kann er nach Belieben bemalt und gestaltet werden.

Der Motörbörd wurde vom Ingenieur Christoph Haberer entwickelt und basiert auf der Idee, durch das Drehen eines Motors Energie zu erzeugen und diese in Vogelstimmen umzuwandeln. Steffen Koritsch a.k.a noisio ist ein gelernter Elektroniker, der sich nach seinem Kunststudium wieder dem Lötkolben zuwandte und nun die Methode aufbereitet hat.

Die Methode erfordert das Verbinden aller Bauteile gemäß des Plans. Dies kann beispielsweise mit einem Steckbrett erfolgen, wobei die Verbindungen vorläufig sind und wieder getrennt werden können. Um den Motörbörd jedoch verwenden zu können, müssen dauerhafte Verbindungen hergestellt werden. Hier kommt das Löten ins Spiel. Durch das Schmelzen von Lötzinn mit einem Lötkolben werden die metallenen Beine der Bauteile verbunden. Bei der einfachen Schaltung des Motörbörds können die elektronischen Teile sogar direkt verlötet werden.

Die Methode zeigt, wie mit Lötkolben und Lötzinn dauerhafte und feste Verbindungen hergestellt werden können. Nachdem alle Bauteile auf der Platine verlötet sind, kann der selbst gebaute Motörbörd getestet werden, indem die Motorwelle mehrmals nach rechts gedreht wird. Nach einigen Umdrehungen sollten die ersten Vogelstimmen zu hören sein.

Der Motörbörd kann nach Belieben bemalt und gestaltet werden. Es gibt die Möglichkeit, die Vorlage auszudrucken und mit Stiften oder Farben zu bemalen oder sogar einen eigenen Vogel aus Elektronikschrott oder recycelten Materialien zu gestalten.

Der Motörbörd bietet eine kreative Möglichkeit, Kulturelle Bildung mit dem Thema Elektronik und Löten zu verbinden. Durch den Bau und die individuelle Gestaltung des elektromechanischen Vogelstimmengenerators können Teilnehmenden spielerisch ihre Fähigkeiten in der elektronischen Montage und im kreativen Gestalten erweitern.

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